Über uns

Die Seeweiber sind feministische Küstenbewohnerinnen, die sich bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN engagieren.


 

Silke Gajek kam zum Feminismus im Winter 1989, als beim Neuen Forum die Männer die Frauen beim Gestalten außen vor ließen. Politik wurde meist abends gemacht, da wo Kinder zu Bett gebracht werden und Familienarbeit notwendig ist. Es ist nicht Silkes Art aufzugeben, sondern nach neuen Wegen zu suchen. Zum damaligen Zeitpunkt gründete sich der Unabhängige Frauenverband, dem sie sich schnell anschloss. Dort fand sie ihre politische Heimat und die Möglichkeit sich und ihre Ideale zu verwirklichen. Sie baute ein Autonomes Frauenhaus in Schwerin auf, studierte Feministische Soziologie in Hamburg über den zweiten Bildungsweg und war über ein Jahrzehnt in der Selbsthilfe unterwegs.

Ihre Parteizugehörigkeit verdankt sie dem Sachverhalt, dass einfach zu wenige Frauen in politischen und parlamentarischen Zusammenhängen zu finden sind. Sie findet, in der parlamentarischen Demokratie ist es notwendig, dass sich Menschen in Parteien engagieren, um etwas zu verändern. Deshalb trat sie 1996 Bündnis 90/Die Grünen bei. Sie ist als streitbare Zeitgenossin bekannt und auch als Pazifistin. Mit dem Afghanistan-Krieg beendete sie im Jahre 2001 ihre Parteimitgliedschaft. Politisch aktiv blieb sie dennoch für die Bündnisgrünen von 2004-2011 als Stadtvertreterin in der Landeshauptstadt. Der unruhige und aufbegehrende Geist war damit aber nicht zufrieden: Sie wollte das Land – ihr Land – mitgestalten und entschied sich im Oktober 2009 nochmals, den Versuch zu wagen, und trat der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei – dieses Mal als Landesvorsitzende.

Silke ist Sozialpolitikerin und Feministin; dieses setzte sie insbesondere in ihrer aktiven parlamentarischen Zeit von 2011-16 im Landtag MV durch. Bekannt wird sie auch dadurch sein, dass sie begangenes Unrecht aus DDR-Zeiten vehement aufklären, Opfern ein Gesicht geben und sie rehabilitieren will. Seit vielen Jahren kämpft sie für die wohnortnahe, dezentrale Geburtshilfe und das Selbstbestimmungsrecht der Frauen. Sie sieht gerade hier ihre Aufgabe, Partei und Politik zu sensibilisieren und Frauen zu ermutigen, selbstbestimmt und frei zu agieren – frei nach dem Motto: „Wir wollen nicht die Reste…“

Derzeit ist Silke Gajek aktives Mitglied der Bündnisgrünen in Mecklenburg-Vorpommern.

–> Silkes Artikel


 

Frederike Peters ist erst seit November 2016 überhaupt politisch aktiv. Im Grunde müssen wir Trump dafür danken, der hat ihr genug Feuer unterm Hintern gemacht. Ihre Haupt-Themen sind die noch auszustehenden, inklusiven Kämpfe der LGBTQ+-Gemeinde, und die Neugestaltung der Arbeitswelt angesichts von Digitalisierung, Globalisierung und der Industrie 4.0.

Es wäre ihr am liebsten, wenn Feminismus schon längst kein Thema mehr wäre.
Aber wenn Trump eines gezeigt hat, dann das die Hillarys dieser Welt immer noch gegen Glaswände klatschen. Und wenn wir als Spezies endlich unseren Traum erreichen, dass Maschinen uns die Arbeit abnehmen, dann müssen wir Arbeit und ihre abstruse Position als Wertmaßstab für den Menschen völlig neu denken. Eigentlich auch klar, oder? Leider offenbar nicht.

Wir brauchen eine Revolution in unserem Denken. Sowas funktioniert aber nur, wenn alle mitmachen. Also macht sie jetzt halt mal mit.

Frederike ist Frauenpolitische Sprecherin im Landesvorstand der Grünen Mecklenburg-Vorpommern.

–> Frederikes Artikel


 

Sonja Suntrup ist seit 2010 Mitglied bei Bündnis 90/Grüne. Sie engagierte sich im Landesvorstand der Grünen Mecklenburg-Vorpommern als Frauenpolitische Sprecherin und im Vorstand des Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte. Bei den Grünen lernte sie, dass es die Frauen-Quote ein sinnvolles Werkzeug ist, Frauen eine politische Stimme zu geben. Solange es noch so viel Theater um die Quotierung in unserer Gesellschaft gibt, scheint sie leider noch nötig zu sein…

Ihre Themen sind Frauen- bzw. Genderpolitik und der Kampf gegen Homophobie, Transphobie und Xenophobie. Als im Bundestag über die Ehe für alle abgestimmt wurde, beschloss sie tief berührt, die Debatte mit ihren Schülerinnen und Schülern live im Unterricht zu verfolgen. Wenn Geschichte geschrieben wird, darf Kunstunterricht schon mal politisch sein! Nichts hält sie im Übrigen zu Hause, sobald sich der braune Mob mit seinen rückwärtsgewandten Hassparolen auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns zusammenrottet. Da heißt es, Gesicht zu zeigen, auch und gerade als Frau!

Seit 2015 ist sie in der Flüchtlingshilfe aktiv und unterstützt neu angekommene Menschen aus aller Welt mit Sprachkursen in der neu gegründeten Flüchtlingshilfe ridato in ihrem Heimatort und auch am heimischen Küchentisch. Wie toll ist es immer wieder zu erleben, wie sich afghanische oder syrische Frauen hier ihre Freiheiten einfach aneignen, sich ein Stück weit emanzipieren: Fahrrad fahren üben, Deutsch lernen, über eine Ausbildung nachdenken und sogar über Empfängnisverhütung. Sehr spannend!

Im Januar 2017 war sie elektrisiert von der Wucht der Women’s Marches in den USA. Seitdem strickt sie Pussy-Hats (und trägt sie auch) und strickt dort all ihre Empörung über sexualisierte Gewalt, Trumps Ausfälle, aber auch ihre Ideen von einer gendergerechten Welt hinein. Die Frauenbewegung bekommt weltweit „dank Trump“ wieder neuen Schwung.

Women, let’s go for equal rights!

–> Sonjas Artikel